Zeitschrift für gemeinsames Leben, Lernen und Arbeiten

 

Autor Reinfried Blaha genießt auf einer Terrasse umgeben von grünen Pflanzen das Leben. Er liegt bequem in einer Hängematte und liest ein Buch. Dan...

Dank einer eigens entwickelten Ein- und Ausstiegstechnik entspanne ich in Hängematten komplett unabhängig von fremder Hilfe.

Foto: Reinfried Blaha
Reisen
Reinfried Blaha

Bin ich schon Brasilianer? – Ein Reise- und Lebensabschnittsbericht

Copacabana, Karneval & Bossa Nova … Brasilien strahlte für mich schon immer eine magische Anziehung aus – exotisch, bunt und lebensfroh. Bei meinem Erstkontakt mit dem Land konnte ich laufen. Nach einem folgenschweren Schiunfall haben sich mein Reiseverhalten und meine Motive verändert, doch auch mit Rollstuhl komme ich immer wieder …

Als ich das erste Mal in Brasilien war, kam ich als Teilnehmer einer Exkursion meiner Universität. Ich studierte gerade Architektur im zweiten Semester und war von den verwegenen Baukunstwerken begeistert – vor allem jedoch vom Land, von der Musik, von den geschmeidig tänzelnden Menschen und dem unvergleichlich leichtfüßigen Lebensgefühl. 

Ich kann mich erinnern, dass wir den damals 92-jährigen Oscar Niemeyer in seinem die Copacabana überblickenden Büro besuchten: den Schöpfer der Hauptstadt Brasília und wohl bedeutendsten Architekten des Landes. Während ich über seinem Schreibtisch Zeichnungen von Landschaften ausmachte, die Frauenkörpern glichen, fragte er uns, warum wir eigentlich hier bei ihm wären und nicht am Strand in der Sonne säßen und das Leben genössen. Ich glaube, das wollte niemand von uns hören, wir wollten Star-Architekt*innen werden. 

Erst viele Jahre später, nach einem Unfall mit fast tödlichem Ausgang und anschließender Querschnittlähmung, erst als mir das Leben gezeigt hatte, dass es Wichtigeres gibt als Karriere, Erfolg, Geld oder Besitz, habe ich verstanden, was der alte Mann uns sagen wollte.

Im Schutze der Reisegruppe lernte ich allerdings auch die offenen Adern Lateinamerikas1 kennen, die Schattenseiten, die Gegensätze und die zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit dieser Welt: Während wir im Swimming-Pool auf der Dachterrasse unseres Hotels Cocktails schlürften, lagen – nur wenige Meter von uns entfernt – Straßenkinder auf zerrissenen Pappkartons am Gehsteig. Wir flogen heim, als der Karneval begann, und Tausende Menschen genau deswegen anreisten. Das Reisebüro meinte, dass es zu dieser Zeit in Rio de Janeiro zu gefährlich wäre; abzureisen erschien mir dennoch unlogisch. Damals wusste ich bereits, dass ich wiederkommen würde – das nächste Mal jedoch nur mit einem Rucksack und auf Augenhöhe mit der einheimischen Bevölkerung, um in die Kultur und das Leben wirklich eintauchen zu können. 

Backpacking auf acht Rädern

Ich kam wieder, und ich tauchte tief in diese fremde Welt ein – aber ohne Rucksack und nicht auf Augenhöhe mit meiner Umgebung. Ich saß auf einem Rollstuhl und hatte meine Tasche auf dem Schoß. 

Dank der Unterstützung meiner damaligen Freundin Vicki war ich nur anderthalb Jahre nach meinem Unfall wieder hier. Der Grund war diesmal ein anderer: Wir hatten meine neue Lebenssituation – komplette Querschnittlähmung ab der Brust abwärts – als sozusagen „austherapierten“ Fall bei weitem noch nicht akzeptiert; ich wollte, dass mich ein Wunderheiler („Du! Heile mich!“) wieder repariert, um möglichst schnell in mein altes Leben zurückzukehren. So landeten wir mit großer Hoffnung in dem verstaubten Nest Abadiânia, bei einem Heiler mit medialen Fähigkeiten, den die Leute João de Deus nennen. Rückblickend bekam ich eine gute Ladung Heilung ab – auf einer psychischen Ebene: Ich lernte anzunehmen, was ich im Moment nicht verändern konnte. Dennoch war ich enttäuscht als wir vier Monate später weiterreisten, weil ich meinen Körper unterhalb der Brust weiterhin weder spüren noch bewegen konnte. 

Da öffentliche Verkehrsmittel in Brasilien in keinster Weise für Reisende im Rollstuhl vorbereitet sind, kauften wir uns ein Auto: einen VW-Bus, der älter war als wir (Jg. 1972!). Zusammen mit Vickis jüngeren Brüdern, die uns für sechs Wochen besuchen kamen, legten wir als glorreiche Abenteurer ab, um das echte Brasilien zu „erobern“. Wir wollten ans Meer. Die meiste Zeit verbrachten wir dann weniger ruhmreich in Werkstätten und Tankstellen, wo wir zwischen den Hängematten der Trucker unser Drei(!)-Personen-Zelt aufbauten und unser spärliches Portugiesisch mit Mechaniker-Fachvokabular („Bombina de inicão“) aufpolierten – bis schließlich gar nichts mehr ging. Also verkauften wir den geliebten VW wieder und reisten schließlich doch mit öffentlichen Bussen weiter. Unzählige Male ließ ich mich jetzt hinein- und heraustragen, zuerst von Vickis Brüdern, dann von zufällig vorbeilaufenden Mitpassagieren, die meiner schnellen Einschätzung von kräftig und vertrauenserweckend entsprachen.

Salvador de Bahía und Rio empfingen uns mitten in den verrücktesten Karnevalfeierlichkeiten – und wir waren voll dabei! Als wir schließlich ohne Ticket vor dem Sambódromo standen (für den Karneval gibt es in Rio ein eigenes Stadion!), erklärte man uns, die barrierefreien Plätze wären auf der anderen Gebäudeseite. Wir wussten zu dem Zeitpunkt bereits, dass Menschen mit Behinderung hier in den Warteschlangen der verschiedenen Restaurants, Postfilialen und Sehenswürdigkeiten Vorrang haben und viele Brasilianer*innen oft alles in ihrer Macht Stehende unternehmen, um helfend beiseite zu stehen. Doch was jetzt passierte, überstieg unsere kühnsten Erwartungen: Ein Aufpasser schnappte mich kurzerhand am Rollstuhl und schob mich mit Vicki im Schlepptau quer über die Tribünenstraße, bejubelt von 88.000 begeisterten Menschen! Das war ein würdiger (vorläufiger) Abschied! 

Immer wieder Brasilien

Mit dieser und immer neuen Reiseerfahrungen im Gepäck folgte ich in den nächsten Jahren dem Ruf, die gebaute Umwelt in meiner eigenen Heimat barrierefreier werden zu lassen. Erst fünf ereignisreiche Jahre später kehrte ich nach Brasilien zurück. Warum? Diesmal reiste ich allein und Abadiânia war der einzige Ort in Lateinamerika, von dem ich wusste, dass er (halbwegs) rollstuhltauglich war. Wie die Zugvögel überwinterte ich dort die drei kältesten Monate des Jahres. In der Zeit lernte ich selbst Verantwortung für meine Lebenssituation zu übernehmen – und viel über mich selbst. Außerdem begann ich langsam, diesen Ort zu lieben.

Im darauffolgenden Winter traf ich in Rio einen Freund aus San Diego, Kalifornien, der mit seinen Surfbrettern (Plural!) anreiste. David wollte auch Land und Leute kennenlernen, aber hauptsächlich surfen. Mit einem Mietauto kutschierten wir mehrere tausend Kilometer die Küste entlang. Sobald wir irgendwo surfbare Wellen fanden, war David im Wasser – und ich am Strand. Da ich im Sand allerdings ohne Hilfe feststecke, kam ich in die selten glückliche Lage, oft stundenlang auf das Meer zu blicken. Wir besichtigten ein paar Empfehlungen der Reiseliteratur, mehr als alles andere feierten wir aber das Leben – sehr brasilianisch! Vor allem Río de Janeiro, die topographisch sicherlich schönste Stadt der Welt, hatte es uns angetan. Wir mischten uns ins bunte Vorkarneval-Nachtleben und dinierten im angesagtesten Lifefood-Restaurant der Stadt. Am Strand von Leblon mieteten wir uns Liegestühle und Sonnenschirm, ließen uns Caipirinha servieren und hielten hinter unseren Sonnenbrillen nach dem „Girl from Ipanema“2 Ausschau. Trotz allem ließ ich es mir nicht nehmen, die zweite Hälfte meiner Urlaubszeit wieder in Abadiânia zu verbringen, meinem inzwischen liebgewonnenen Rückzugsort der Selbsterkenntnis und Entspannung. 

Ein anderes Jahr verband ich meinen dortigen Aufenthalt mit einem Abstecher in den Nordosten Brasiliens, eine im nationalen Vergleich strukturschwache Zone, wo sich das tägliche Leben durch die Armut der Menschen einfach gestaltet. Reich ist die Gegend vor allem an endlosen paradiesischen Sandstränden, von denen ich rollstuhlbedingt allerdings nicht zu viel erwartete. Es kam anders! Mein Freund, den ich dort in einem kleinen Dorf am Meer besuchte, hatte nicht nur ein tipptopp-barrierefreies Haus, sondern auch einen elektrischen Strandrollstuhl mit Ballonreifen, mit dem ich erstmals seit meinem Unfall im Jahr 2006 wieder allein über kilometerlange, einsame Strände und durch weiße Sanddünen fegen konnte! Halleluja!

Obwohl ich nun bereits acht Mal und insgesamt mehr als ein Jahr in Brasilien war, habe ich vom Land (das flächenmäßig ungefähr so groß wie ganz Europa ist), bei weitem noch nicht so viel gesehen, wie eine reguläre Reisegruppe in drei Wochen zu Gesicht bekommt. Ohne Begleitung hat sich mein Reiseverhalten radikal verändert. Anstatt herumzufahren und möglichst viele Abenteuer und Sehenswürdigkeiten zu „sammeln“, bleibe ich jetzt zumeist an einem Ort – mit der großartigen Gelegenheit, tiefer in das lokale Treiben eintauchen zu können. Es ist mehr ein Leben als ein Reisen. 

Ordem e Progresso

Brasilien hat sich die Schlagwörter „Ordem e Progresso“ (Ordnung und Fortschritt) an die Fahne geheftet – buchstäblich! Leider wird Fortschritt viel zu einseitig gedeutet. Während das Schwellenland in den ersten zehn Jahren des neuen Jahrtausends wirtschaftlich stark zulegte, geriet der Staat zunehmend in eine soziale Schieflage. Viel Geld floss in die Fußballweltmeisterschaft und die Olympischen Spiele, doch es fehlt am politischen Willen und an angemessenen finanziellen Mitteln für staatliche Sozial-, Bildungs- und Gesundheitsausgaben. Eine wachsende Schicht der extrem armen Bevölkerung drängt in der Hoffnung auf Arbeit in die urbanen Zonen, wo sie sich land- und perspektivenlos in den Favelas3) rund um die großen Städte ansiedelt. Gleichzeitig steigt die Anzahl der Schönheitsoperationen im Land weit über eine Million im Jahr (womit Brasilien im nationalen Vergleich nur mehr knapp hinter dem weltweiten Spitzenreiter USA liegt). Und die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auf.

Aber Brasilien ist nicht nur ein Land der Gegensätze, sondern auch das der Vielfalt. Das betrifft Lebensstile, Landschaften und Klimazonen genauso wie Kultur und Bevölkerung. Bedingt durch die Geschichte des Landes leben hier Menschen aller Hautfarben und aller daraus resultierenden Mischungen zusammen. Interessanterweise ist dadurch am Schwarzmarkt ein Pass aus Brasilien gefragter als einer aus jedem anderen Land – kann doch ein geübter Dokumentenfälscher dort sorglos so gut wie jedes Portrait-Foto dieser Welt einfügen. Auch ich gehe problemlos als Einheimischer durch. Ab und zu werde ich tatsächlich gefragt, ob ich Brasilianer sei: „Você é brasileiro?“ Manchmal fühle ich mich schon danach, einfach „Sim!“ zu sagen.

Abadiânia

Auch in dem ausgesprochen ruhigen Abadiânia treffen mehrere Lebensrealitäten aufeinander. Neben dem High-Tech-Geldautomaten mit Fingerabdruck- und Pulslesefunktion sind Kleinbauern auf Maultierkutschen immer noch ein übliches Bild des Dorflebens. Von den sozioökonomischen und gesellschaftspolitischen Unruhen merkt man allerdings relativ wenig. Selbst der sonst in Brasilien so groß zelebrierte Karneval zieht hier fast unbemerkt vorbei.

Dafür grüßen mich sonntags morgens immer wieder bekannte Gesichter am Bauernmarkt, wo ich mir meine Wochenration Mangos, Jabuticabas, Jacas, Pequis und andere exotische Früchte besorge. Als ich einmal am Weg dorthin die sechsspurige Autobahn überqueren will, welche die Kleinstadt in zwei Teile tranchiert, und schon leicht am Verzagen bin, weil ständig Autos wie wahnsinnig vorbeirasen, stellt sich ein Sattelschlepper quer über die gesamte Fahrbahn, um den Verkehr allein für mich komplett aufzuhalten. Von mir gibt es dafür ein klares Daumen-Hoch! Im Dorf selbst ist auf den Straßen wenig los – und man kann schon mal zu dritt im Rollstuhl nebeneinander die Hauptstraße hinunterrollen. Dort wo die Straßen asphaltiert sind, lasse ich mich von vorbeifahrenden Fahrradfahrern abschleppen, indem ich mich einfach am Gepäcksträger festhalte – mein ganz privates öffentliches Verkehrssystem. 

Die Zeit läuft langsamer hier, oder die Menschen haben scheinbar mehr davon. So gut es für einen Mitteleuropäer möglich ist, passe ich mich an, liege in der Hängematte herum (unter einem Mangobaum!), trinke/esse eine Kokosnuss am Tag und beobachte ab und zu einen Beija-Flôr beim Blumenküssen.

Wahrscheinlich wäre Abadiânia eine unspektakuläre, staubige Kleinstadt in der Mitte vom Nirgendwo wie viele andere auch, gäbe es am Ende der rua frontal nicht die Casa de Dóm Ignácio, ein spirituelles Heilzentrum, das allen Glaubensrichtungen offensteht. An drei Tagen in der Woche stellt hier João de Deus unentgeltlich seine heilenden Fähigkeiten Tausenden weißgekleideten Personen zur Verfügung. Denn befeuert von dessen Energie und den vielen dokumentierten (oft schulmedizinisch unerklärlichen) Heilungen zieht dieser Platz eine über die Jahre stets wachsende Schar aus aller Welt an.

Auch der Schwerpunkt meiner inzwischen fast regelmäßigen Auszeit in Abadiânia gilt der Selbsterkenntnis und Heilung. Oft meditiere ich mehrere Stunden am Tag. Einen Großteil meiner Zeit widme ich der Selbstbeobachtung und dem persönlichen Wachstum. Obwohl bislang die körperlichen Verbesserungen bescheiden und für mich eher symbolisch blieben, habe ich hier dennoch viel Heilung erfahren – vor allem auf einer mentalen, emotionalen und spirituellen Ebene. Hier lernte ich für meine Gefühle und Probleme selbst die Verantwortung zu übernehmen, besser mit schwierigen Emotionen umzugehen, unbewusste Verhaltensmuster zu entlarven – und ganz allgemein ein glücklicherer Mensch zu sein.

Inzwischen bunkere ich vor Ort bereits eine Tasche voller Katheter und weißer Kleidung – denn der nächste Winter kommt bestimmt …

 

1 Leseempfehlung: Eduardo Galeano, Die offenen Adern Lateinamerikas, 1971, dt. 2002

2 Musikempfehlung: Getz/Gilberto, The Girl from Ipanema, 1962/64

3 Filmempfehlung: Cidade de Deus (City of God), Fernando Meirelles & Kátia Lund, 2002

 

Kontakt: reinfried.blaha@posteo.net

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Die Illustration von Eva-Maria Gugg zeigt den Schriftzug "Inklusion ist schön, macht aber viel Arbeit", wobei das Wort Inklusion grafisch so aufgel...
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